Innerer Kritiker

Dein größter Feind zu deinem Glück ist dein innerer Kritiker!

Er boykottiert dein Glück.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dein innerer Kritiker ist die lästige Stimme in deinem Kopf, die dich ständig kleinredet und davon abhält deine Träume zu verwirklichen.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Wie dein innerer Kritiker entstanden ist
  • Welche Auswirkungen dein innerer Kritiker auf dich hat
  • Welche Absichten dein innerer Kritiker verfolgt
  • Wie dein innerer Kritiker tickt
  • Wie du deinen inneren Kritiker zu deinem Verbündeten machst

Du kennst sie gut, diese bohrende Stimme in deinem Kopf, die dich von morgens bis abends an deine Schwächen und Fehler erinnert. Das kann soweit gehen, dass du dich selbst blockierst und nichts mehr geht. Jeder von uns hat solch eine Stimme. Sie ist nicht bei jedem dominant. Aber sie ist da.
Darf ich euch bekannt machen? Dein innerer Kritiker, ich nenne ihn, deinen Mitbewohner, (warum ist er eigentlich männlich? Interessante Frage. Der werde ich nochmal intensiv nachgehen, versprochen)

Wie dein innerer Kritiker entstanden ist:

 

Spiegelbild

 

 

 

 

 

 

 

Dein innere Kritiker begleitet dich seit deiner frühester Kindheit.
Als Kind sind wir total von unseren Eltern abhängig. Ohne ihre Liebe und Zuwendung könnten wir nicht überleben. Deshalb verinnerlichen wir alles, was sie uns sagen oder was sie tun. Durch sie lernen wir, was „richtig“ oder „falsch“ ist und passen unser Verhalten entsprechend an.
Er ist die Stimme der personifizierten Ratschläge, mit denen du aufgewachsen bist. Er ist mit nichts, was du tust zufrieden und die Nummer eins im Nörgeln. Und das Schlimmste ist, dass dein innerer Kritiker so unfassbar überzeugend ist, dass du ihm jedes Wort glaubst.

Sein Problem ist, dass er einseitig handelt.

Durch das Abspeichern der Regeln und Gebote unserer Eltern versuchen wir, den Bestrafungen und der Kritik unserer Eltern zuvorzukommen. Sobald wir nicht sofort das tun, was von uns verlangt wird, beginnen wir, uns selbst zu kritisieren und kommen ihnen damit sozusagen zuvor. Dadurch, so glauben wir, kann uns kein anderer mehr bestrafen. Wir sind zu unserem eigenen „Richter gnadenlos“ geworden.
Kritisieren unsere Eltern uns, speichern wir das ab und tun alles dafür, um sie nicht wieder „traurig“ oder „böse“ zu machen und um ihnen zu gefallen. Unsere Eltern sind in unserer frühen Kindheit einfach die Größten und was sie sagen ist automatisch die Wahrheit und Gesetz.
Positive Aspekte blendet dein innerer Richter komplett aus, beziehungsweise hat sie nicht bewusst wahrgenommen. Dein Gehirn hat die angeborene Grundeinstellung Fehler stärker zu beachten als Lob. Warum ist das so? Weil Fehler dich im schlimmsten Fall das Leben kosten könnten. Dein innerer Kritiker ist damit sozusagen auch dein eigener antrainierter Schutzmechanismus.

Auswirkungen deines Mitbewohners

 

 

 

 

 

 

 

Du hältst seine Kritik für berechtigt und gerechtfertigt, da er schon seit deiner frühesten Kindheit zu dir gehört. Auf die Idee, dass mit seiner Kritik etwas nicht stimmen könnte, oder sie gar unberechtigt ist, kommst du überhaupt nicht. Was für ein absurder Gedanke. Du bist felsenfest davon überzeugt, dass dein Mitbewohner dich völlig zu Recht verurteilt und demoralisiert. Du glaubst ihm, weil du seine Worte schon so oft von deinen Eltern gehört und verinnerlicht hast.
Die Folge ist ein mangelndes Selbstwertgefühl. Du bist nun mal nicht gut genug. Für niemanden. Punkt aus! Ce la vie….

Deshalb bist du noch strenger zu dir und machst dich noch mehr für deine unerwünschten Eigenschaften nieder. Alles in der Hoffnung, am Ende doch noch ein guter und wertvoller Mensch zu werden.
Wenn du ständig gegen dich selbst kämpfen musst, machst du dir das Leben viel schwerer, als es in Wirklichkeit ist. Deine Träume, Taten und Leistungen verschwinden leise und beschämt in der Versenkung.
Willst du dein Selbstwertgefühl steigern, musst du bereit sein, die Meinung deines Mitbewohners infrage zu stellen. Gib dir eine Chance, eine andere Wahrheit über dich herauszufinden.

 

Wie dein innerer Kritiker tickt

 

ticken

 

 

 

 

 

 

 

Dein innerer Kritiker ist selbstbewusst und monumental
– Er kennt nur alles oder nichts
– Er übertreibt maßlos und verallgemeinert was das Zeug hält
– Er sieht nur das, was er sehen will
– Er hält Gefühle für Beweise von Tatsachen
– Er leugnet das Positive
– Er dramatisiert deine Fehler
– Er stellt maximale Forderungen an dich und verlangt, dass du sie zu 100% erfüllst
– Er vergleicht dich mit anderen (und du schneidest immer schlecht dabei ab)
– Er hat seine eigene Wahrheit
– Er misst mit zweierlei Maß
– Er macht dich für Dinge verantwortlich, die nicht in deiner Verantwortung liegen

Wow, was für ein mieser Typ. Oder?

Zunächst mag das alles so scheinen. Wenn du aber mal genauer hinschaust stellst du fest, dass er ein notorischer Lügner ist, sich völlig hilflos fühlt und voller Sorge um dich ist.

Warum macht er Druck auf dich, wenn du sowieso schon total verunsichert bist und dich total unten fühlst? Tu dies, tu das, sei anders, sei besser als die anderen……

Er weiß nicht, wie er das aktuelle Problem verändern oder lösen kann. Die einzige Lösung, die er von Kindesbeinen an gelernt hat ist, dich klein zu halten (du darfst dich nicht gegen andere auflehnen), dich zu kritisieren (du bist nicht gut genug), dich zu verunsichern (das schaffst du sowieso nicht). Mit dem Ziel, dir weitere Schmach zu ersparen.

Ganz ehrlich, dein Mitbewohner ist im Grunde genommen eine echt arme Sau. Willst du mit ihm tauschen? Sicher nicht.

 

 Dein innerer Kritiker hat ausschließlich gute Absichten mit dir

 

positive Absicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Dein Mitbewohner meint es gar nicht böse mit dir. Er will dich im Grunde genommen nur vor Schaden oder schmerzlichen Erfahrungen bewahren, indem er dich entweder ausbremst oder hochpusht.

Er hat im Grunde genommen gar nicht die Absicht, dich zu kritisieren.
Es geht ihm nicht darum dich zu zerstören, dich kleinzumachen oder klein zu halten.
Wir erinnern uns: Von Kindesbeinen an ist er bei dir. Er ist mit dir und deinen Erfahrungen gewachsen. Mit den Regeln und Gesetzen deiner Eltern/Großeltern/Onkel/Tanten.
In Wirklichkeit geht es ihm darum, dir seine ehrliche, tief empfundene Sorge und Hilflosigkeit zu zeigen und eine gute Lösung für euer Problem zu finden.
In Kombination mit unzureichender Kommunikation fühlt sich alles was er dir sagt allerdings wie Kritik an.

Du kennst das bestimmt, dass du jemanden, den du liebst viel leichter für etwas kritisieren kannst als ihn zu loben, weil du dir Sorgen um ihn machst und nicht möchtest, dass er sich ins Verderben stürzt.

Wenn du es schaffst, die Hilflosigkeit deines Mitbewohners anzuerkennen, siehst du ihn hoffentlich in einem anderen, positiveren Licht. Du kannst sehen, wie verletzlich er in Wirklichkeit mit seinem Anliegen ist, etwas Negatives für dich abzuwenden um dich zu schützen.

 

Mach dir deinen Mitbewohner zum Freund

 

Hand in Hand

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mach ein coming out mit deinem inneren Kritiker.

Lerne, deinen inneren Kritiker bewusst wahr zu nehmen. Wenn du die Stimme in deinem Kopf als solche erkennst, hast du schon viel für dich gewonnen. Viel zu viele nehmen das tägliche Unwetter als naturgegeben hin. Als höhere Gewalt, der wir bedingungslos folgen müssen
Dabei ist es nur ein Teil von uns, den wir unbewusst und ungewollt selbst erschaffen haben, um bestimmten Dingen Ausdruck zu verleihen. Wir können ihm seine Gestalt wie auch seine Macht wieder nehmen.
Manchmal verkörpert der innere Kritiker auch eine bestimmte Person für uns: Ein strafendes und dominantes Elternteil zum Beispiel. Hier hilft es auch, wenn du dir deutlich machst, dass du keinen inneren Weisheiten lauschst, sondern etwas Äußerem und selbst Erschaffenem.

 

2. Hinterfrage deinen inneren Kritiker

Du hast es geschafft, dich deines inneren Kritikers bewusst zu werden. Toll! Dadurch ermöglichst du es dir, das Denken und Handeln deines Mitbewohners zu hinterfragen. Sei bewusst objektiv. Dadurch kannst du die vermeintlichen Wahrheiten deines Mitbewohners hinterfragen und seine Motive offen legen.
Kritik, egal ob innere oder äußere, ist zunächst einmal nur eins: Eine Sichtweise. Nicht mehr und nicht weniger. Niemand zwingt dich, dich sich ihr anzuschließen und zu folgen. Entscheide immer selbst, ob das, was dein Mitbewohner sagt, deiner Meinung nach gerechtfertigt ist oder nicht.

 

3. Gib deinem Mitbewohner kontra

Listet dir dein Mitbewohner mal wieder deine vermeintlichen Defizite auf, weise ihn in seine Schranken, indem du ihm stichhaltige Gegenargumente lieferst. Dadurch entkräftest du seine Argumente.
Sei dir deiner Erfolge bewusst und formuliere sie auch. Erkenne deiene Stärken. Frag auch ruhig andere Menschen in deinem Umfeld und lass dir ein Feedback geben.
Ich bin mir sicher, dass du überrascht sein wirst, wie viel positives Feedback zu erhalten wirst.

 

4. Entwickel deine eigenen Maßstäbe und Werte

Sich zu hinterfragen wird leichter, wenn du deine eigene Maßstäbe und Werte ausbaust. Wenn dein Mitbewohner dir beispielsweise sagt, dass du in seinen Augen faul bist, mach ihm deutlich, dass du dir deiner momentanen Bequemlichkeit bewusst bist, du sie genießt, und trotzdem deine Aufgaben bewältigst. Du hast also alles im Griff.
Lass dich nicht durch deinen Mitbewohner verunsichern, denn am Ende steckt hinter seiner Stimme oft nur die Muster und Ansichten, die dir von anderen vorgehalten wurden und werden.
Werte sind beliebig. Nur du entscheidest, bis zu welchem Grad du mit deiner Bequemlichkeit auskommst und wann du vielleicht etwas gegen sie unternehmen wllst.

 

5. Sei liebevoll zu deinem Mitbwohner

Nimm deinem Mitbewohner die Macht, indem du ihn liebevoll in deine Arme nimmst. Zucke nicht unter seinen vermeintlichen Schlägen zusammen. Du weißt jetzt ja, dass er es nur gut mit dir meint.
Mach deinem Mitbewohner klar, dass seine Kritik nur angelernt ist, nichts mit dem wahren Leben zu tun hat und oft aus der Luft gegriffen ist. Du wirst dann merken, dass er viel sanfter wird.

 

6. Mach dir deinen Mitbewohner zum Verbündeten

Wie gesagt, dein Mitbewohner meint es im Grunde genommen nur gut mit dir. Er schießt nur über das Ziel hinaus, bzw. kann sich nicht richtig ausdrücken.

Finde heraus, was er eigentlich für dich tun will und suche die Möglichkeiten, das zu erreichen.
Sagt dein Mitbewohner dir zum Beispiel: „das schaffst du nie“, dann frag ihn, warum er das denkt. Hat er berechtigte Einwände, weil du zu diesem Thema noch Wissenslücken hast, dann finde Wege, diese Lücken zu schließen oder trotz der Lücken weiterzumachen. Recherchiere und lerne um deine Lücken zu schließen.
Dein Mitbewohner kann dich unterstützen, mehr aus dir herauszuholen, und dich dadurch vor Fehlern oder Rückschlägen zu bewahren.

Schaffst du es, dir deinen inneren Kritiker zum Verbündeten zu machen, seid ihr ein starkes Team.

Glückliche Grüße
Deine Andrea

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